Lifestyle & Fashion

All eyes on: Swedish Fall

Bei der German All Level Championship 2016 in Düsseldorf sah man die ersten Girls in neuer Practice Wear über den Floor fliegen: Team Razor zeigte sich auf der GALC West tutti komplettski in neuen SWEDISH FALL-Klamotten.

Das neue Label aus Norddeutschland launchte im Januar 2017 seinen Onlineshop und möchte seitdem mit der sechsköpfigen Gründergang und einem Mitarbeiter die Cheerleading-Welt erobern. Szene-Erfahrung bringen die jungen Unternehmer dabei teilweise mit: vier der Gründer sind oder waren im eigenen Uni-Team aktiv.

Ambitionen bringt das SWEDISH FALL-Team jedoch mindestens so viele mit, wie dieser heroische Mann, der uns seinen krassen Gymnastik-Move zeigt (wir finden ihn wirklich heroisch und krass und mögen seine gestreckten Füße!).

Philipp Müller, Silja Stahlbaum, Mitarbeiter Mitja Wittersheim, Stefan Albers, Lara Stallbaum, Jonas Detlefsen, Marius Krüger

V. l. n. r.: Philipp Müller, Silja Stallbaum, Mitarbeiter Mitja Wittersheim, Stefan Albers, Lara Stallbaum, Jonas Detlefsen, Marius Krüger

 

WIR WOLLEN DER WELTWEIT GRÖßTE ANBIETER VON CHEERLEADING PRACTICE WEAR WERDEN.

Auch wenn fast gerade erst geschlüpft, weiß die Schweden-Crew, wo es hingehen soll.

„SWEDISH FALL produziert die erste, voll auf das Cheerleading zugeschnittene, Cheer Trainingswear. Besonders ist dabei, dass wir die funktionellen Aspekte zeitgemäßer Sportswear mot modischem und trendigem skandinavischem Design verbinden. Wir bedienen dabei sowohl die Bedürfnisse nach verschiedenen Farben, als auch Produkten. Jedes einzelne unserer Produkte ist auf den Cheersport optimiert.“, liest man auf swedishfall.de.

Vielleicht weil wir nicht mehr haargenau zur SWEDISH FALL Zielgruppe gehören, sondern eher auf Oldschool-Level das hier hängen geblieben sind (ok, so schlimm ist es auch nicht. Aber wir sind früher auch so zu unseren Aufstellungen gelaufen! Und wir haben unsere Bodies unter der Uniform im Schritt zugemacht. Mit Haken! IM SCHRITT!), haben wir uns gefragt, was wir in den letzten beiden fast Jahrzehnten in Soffe-Shorts, Nike Pros, H&M-Klamotten und Eventshirts als Trainingswear verpasst haben.

Philipp von SWEDISH FALL antwortet uns dazu:
„Definitiv eine sehr berechtigte Frage. Gutes Beispiel Nike: Nike Pros sind tolle Produkte, die auch durch eine starke Qualität überzeugen können. Gemacht wurden sie aber für den Massenmarkt und nicht für das Cheerleading. Unsere Shorts zeichnen sich dabei natürlich durch die Silikonnoppen aus, aber auch durch den Schnitt. Manchmal sind es nur Details. So haben wir zum Beispiel zusätzlich zum innenliegenden Gummizug am Bund ein dehnbares, aber stabiles Material verwendet, um optimalen Halt zu garantieren. Gleiches gilt für die Leggings. Hier haben wir unter anderem auf verkürzte Beinlängen geachtet, da Cheerleader im Durchschnitt kleiner sind, als die Zielgruppe der Nike Pro – dies gilt gleichermaßen für Base und Flyer. Tatsächlich hat auch das Eventshirt in unserer Produktentwicklung eine maßgebliche Rolle gespielt. Uns ist aufgefallen, dass viele Cheerleader sich das Shirt im Training unter den Sport BH stecken, damit sie besser Stunden können, aber auch weil ihnen deutlich zu warm war. Ein Sport BH zeigt ihnen aber zu viel. Dementsprechend haben wir unser Crop Top entwickelt. Auch unser Sports Bra ist durch seine breiten Bügel und den stabilen Bund, sowie austauschbare Cups variabel einsetzbar und für die hohen Belastungen des Cheerleadingsports ausgelegt.“

 

 

 

 

DER TWOTHIRTY-TEST

Hands down, SWEDISH FALL ließ sich nicht lumpen & hat uns ein paar Probeteile* zum Tragen geschickt. (Wir bekommen dafür übrigens kein Geld, weil wir nach wie vor nur über das schreiben, was wir cool finden – oder halt auch nicht.)

Nach einigen Tagen und Wochen tragen, drüber diskutieren und rumzeigen gibt’s unsere knallharten Trial-Ergebnisse.
*die Shorts in schwarz, die Leggings und der Bra in Blueberry. Merci!

 

 

Easy-peasy, wir starten mit den neutralen Punkten: hier steht alles, was wir weder gut, noch nicht gut finden – Geschmacksache durch & durch!

Der Preis
Über Preise kann man sich immer streiten: für den Einen ist es zu teuer, die Andere kauft gar nicht erst billig ein. Bras & Shorts liegen ungefähr gleichauf mit den Produkten der Konkurrenz, bei den Leggings liegt Swedish Fall im Durchschnitt 10 bis 15 EUR über den Mitstreitern.

Das Design
Ganz klar: how you like. Die Designs an sich sind schlicht, aber trotzdem auffällig – persönlicher Geschmack: nicht unser Favourite, die weißen Ausschnitte an den Bottoms sind nicht immer einhundert Prozent schmeichelnd. Aber wie gesagt, Geschmacksache.

 

 

Was wir ganz cool finden oder Girls aus unserem Umfeld an den Teilen von SWEDISH FALL schätzen.

Der Schnitt
Der Schnitt und hohe Bund sorgt für einen guten Sitz der Bottoms – im Training gibt’s kein Zuppeln und Rutschen. Daumen hoch!

Die breiten Träger
Keine Welterfindung, viele Hersteller gerade im Sportsegment halten es ähnlich: nichtsdestotrotz, die breiten Träger beim Bra schneiden nicht ein und sorgen für optimalen Halt.

Der Tragekomfort
Ein bisschen musste es sich erst Eintragen, nach einiger Zeit überzeugt der Tragekomfort tatsächlich. Prädikat: Sofafeeling auf der Haut.

 

 

Wo Licht ist, gibt’s auch Schatten: das finden wir nicht ganz so fresh.

 

Die Größen
Kein Ausnahmefall, beim Onlineshopping öfter mal ein leidiges Thema: generell fallen die Teile von Swedish Fall eher ein bisschen kleiner aus. Gut für die kleinen Püppies, Kinder- oder Jugendgrößen gibt es noch nicht.

Der Bund
Was eigentlich ein Plus sein soll, ist hier und da eher uncool: der Bund an der Hüfte, als auch am Knöchel ist relativ unelastisch – an der Hüfte ist der Bund zudem sehr schmal in der Breite, Girls mit größeren Füßen haben Probleme, durch die Hose am Fußende durchzusteigen.

Die Auswahl
Wir wissen: junges Start-Up und so. Nichtsdestotrotz: die Auswahl ist auf jeweils ein Design in vier Farben beschränkt. Wer Bock auf eine große Auswahl hat, wird bei SWEDISH FALL eher nicht fündig.

Die Blickdichte
Sowohl eigene Erfahrung, als auch Beobachtung: zumindest bei den Hosen solltet ihr lieber einen hübschen Schlüpfer drunter tragen, ganz blickdicht sind die Bottoms sowohl bei Queen Latifahs, als auch bei zarten Elfen  leider nicht.

Die Noppen
Wirklich, sorry: den Noppen können wir tatsächlich nicht allzu viel abgewinnen, daher empfinden wir sie eher als nutzlos. An Bases & Backs nutzen die kleinen Silikonpünktchen rein gar nichts, für Allgirl-Flyer bringt es an der Hüfte keinen Vorteil, für PS-Kids sind sie nicht ganz genau an der richtigen Stelle. Auch an den Fußgelenken sind sie nicht auf der rechten Höhe und der Stoff darüber ist noch rutschiger, als bei anderen Hosen.
Davon ab: was bringen Noppen im Training, wenn man sie auf dem Floor nicht trägt? Für uns kein Benefit.

 

FAZIT

Unser Fazit: SWEDISH FALL trifft genau den Nerv der oft jüngeren Girls, die ein bisschen mehr Mädchen sind, als andere, die auf das hippe Insta-Image von dem jungen Label stehen und großen Wert auf ihren eigenen Stylefaktor legen.

All in all: nicht ganz unser Ding, weil wir wahrscheinlich schon aus der Zielgruppe entschlüpft sind & für uns das kleine i-Tüpfelchen fehlt, das zum Kauf antreibt.

Nichtsdestotrotz: wir bewundern das junge Team für soviel Enthusiasmus und Ehrgeiz und behalten die SWEDISH FALL-Gang definitiv im Auge!
 
Wie ist es bei Euch, tragt ihr Practice Wear von SWEDISH FALL? Seid ihr rundum zufrieden oder gehört Euer Cheerklamotten-Herz jemandem anderen? Schreibt uns!

Fotoquelle: swedishfall.de

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