Das geht über Eure Vorstellungskraft, Deutschland hat eine Olympia-Dolphins-Cheerleading-Mannschaft!
Und während wir zu dieser Hintergrund-Musik nicht nur die waschechten, deutschen Olympioniken und Medaillengewinner bejubeln, ist unser Blick vor allem grad des Cheerleadings wegen nach Südkorea gerichtet.

HALT STOP! Cheerleading ist olympisch? Welcher Platz? WELCHER PLATZ? Und wieso sind gerade die Dolphins in Pyeongchang?

Deutsches Cheerleading in Olympia?

In den letzten Tagen haben uns ein paar dieser Fragen erreicht, die uns wissen lassen, dass Cheerleading-Olympia zur Zeit sehr viel mit diesem Lied zu tun hat: beides ist schön anzusehen, es macht uns unheimlich fröhlich, aber was soll das eigentlich?

Vorab: nein, Cheerleading ist nicht olympisch. Die gute Nachricht: no pressure, ihr braucht kein koreanisch lernen, um zu verstehen, was da nun los ist. Schmeißt Euch lieber diesen Track an, während ihr die nächsten Zeilen lest – denn wir haben die aktuell größten Olympia-Fragen für Euch geklärt und beim CCVD nachgehakt. (hashtag me likey)

 

Warum sind aktuell so viele Cheer-Teams in Korea?

Das Projekt „Global Cheerleading Supporters“ wurde von unserem Weltverband der International Cheer Union (ICU) gemeinsam mit dem koreanischen Cheerleadingverband KCA* ins Leben gerufen. Die nationalen Cheerleadingverbände der führenden Wintersportnationen USA, Kanada, Schweiz, Russland, Niederlande, Norwegen und Deutschland wurden eingeladen, ihr Nationalteam oder ein ausgewähltes Vereinsteam nach Korea zu schicken.

*Anmerkung von uns: der Verband KCA ist das koreanische Pendant zum CCVD – also der Cheerleadingverband aus Korea, der dem Weltverband ICU angehört.

 

Was machen die Teams dort?

Die Teams sind vom 18. bis zum 28. Februar in Südkorea und übernachten alle in der University Kangwon.

Für die Cheerleading-Teams steht ein volles Programm auf dem Plan: Pressekonferenzen, Präsentation in den Unterkünften der jeweiligen Olympia-Nation, Auftritte beim Public Viewing, bei einzelnen Wettkämpfen, auf der Medal Plaza. Als Highlight treten alle Cheerleadingteams dann bei der offiziellen Abschlusszeremonie gemeinsam auf.

Nach dem Ende der olympischen Winterspiele veranstaltet die KCA noch einen internationalen Showcase, an der dann noch einmal alle Teams teilnehmen.

Und was erhofft sich der Verband von der Präsentation? Die Teams nehmen ja nicht am olympischen Wettkampf teil.

Dieses historisches Projekt ermöglicht Cheerleading als Sportart auf dem olympischen „Parkett“ einer großen Öffentlichkeit zu präsentieren, damit weiter an der positiven Wahrnehmung unserer Sportart zu arbeiten und zum Imagegewinn beizutragen.

 

Wie lief die Entscheidungsfindung ab, statt des Nationalteams ein Vereinsteam zu schicken?

Das Olympia-Projekt wurde von der ICU und der KCA erstmals Anfang Oktober 2017 thematisiert.

Nach Rücksprache mit der sportlichen Leitung des CCVD Ausschuss für Leistungssport stand zeitnah fest, dass die Entsendung eines CCVD Nationalteams auf Grund der Terminierung und der Kurzfristigkeit sowie der Nationalteam-Trainingsplanung nicht realisierbar sein wird. Zum einen hätte man so eine Vielzahl von Sportlern aus verschiedenen Teams aus der Vorbereitung für die Regionalmeisterschaften reißen müssen, zum anderen hätte es für das Projekt Korea noch einmal zusätzlich Trainingszeit benötigt, die organisatorisch nicht möglich ist. 

Somit erfolgte die Abfrage an die amtierenden Deutschen Meister- und Vizemeister in der SA6- sowie SC6-Kategorie. Alle angefragten Teams waren bereit, sich auf das Abenteurer Korea einzulassen. Die Wahl fiel auf das Coed Team der Dolphins aus Krefeld, da hier fast 50 Prozent der Aktiven bereits Mitglied im CCVD Team Germany sind oder waren und sie auch der amtierende deutsche Meister in der Königsklasse unserer Sportart, im Senior Coed Level 6, sind. In diesem Zuge haben wir Dolphins Coed eine „Wild Card“ für die Deutsche Meisterschaft angeboten, da ihnen die Teilnahme an der RM West aufgrund der Reise nach Korea nur schwer möglich ist. Ob sie diese Wild Card nutzen möchten oder doch an der Regionalmeisterschaft teilnehmen, ist dem Team freigestellt.

Quelle: CCVD Events


Warum sind sie als „Team Germany“ da und nicht als Vereinsteam?

Alle Teams, welche an diesem Projekt teilnehmen, starten als Vertreter ihrer Nation und wurden von ihrem nationalen Cheerleadingverband dafür ausgewählt. Bis auf das Team aus den Niederlanden, welches aus zwei Teams zusammengestellt wurde, nehmen ausschließlich Vereinsteams* an dem Projekt teil. Hintergrund ist – wie bei der Entscheidung des CCVDs -, dass die Nationalteams in der Vorbereitungsphase für die ICU Worlds stehen und für die Teilnahme an diesem Projekt noch nicht zur Verfügung stehen.

„Dolphins representing Germany“ ist demnach die Bezeichnung, welche die Situation korrekt beschreibt. Zumal der hohe Anteil der Nationalkaderathleten die Bezeichnung als “Dolphins” Team Germany rechtfertigt.

Nerdalarm!
Welche Teams tummeln sich noch so in Korea? Aus Norwegen findet ihr NRC Tigers Coed in Korea, Flyers Karma aus Kanada, Kentucky Cheer aus den USA oder zum Beispiel die Lausanne Angels Cheerleader aus der Schweiz.

 

Vielen Dank für’s Antwort-Stehen!

Habt Ihr noch Fragen zu Olympia oder dem Nationalteam? Schreibt es uns in die Kommentare.

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