Das erste Dezemberwochenende 2017 sollte ein ganz historisches werden – zumindest für den CCVD und seine Mitglieder. Das Video über die Aufnahme in den DOSB ging kurz nach der Abstimmung in Koblenz durch Facebook, Insta & Co., Menschen suhlten sich in Champagnerbädern, Peewees wurden vor Freude durch die Luft geworfen und eine ganze Cheer-Nation sang „We are proud of you, say we are proud of you!“ (mindestens 118 Stunden durchgängig, wenn man ganz leise ist, kann man noch immer die kleinen, klatschenden Händchen hören).

Der CCVD im DOSB!

Nachdem die erste riesige Euphorie abgeebbt ist, fragt sich allerdings ein mancher: „Was ist das für 1 DOSB vong Verbandsheftigkeit her?“. Hier kommt die Erleuchtung, kleine Bärchen: wir haben für Euch mit dem CCVD Präsidium schnacken können und beantworten Eure brennendsten Fragen.

 

Was ist eigentlich der DOSB?

Der Deutsche Olympische Sportbund ist eine Dachorganisation des deutschen Sports, mehr oder weniger ein Zusammenschluss, und entstand 2006 durch die Fusion des Deutschen Sportbundes und des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland.

Mittlerweile führt der DOSB über 27 Millionen (!) Mitglieder in 101 Mitgliedsverbänden – nach dem CCVD als 100. Mitglied wurde außerdem der Bundesverband für Kickboxen aufgenommen.
Dabei unterteilen sich die Mitgliedsverbände in 16 Landessportbünde, 65 Spitzenverbände wie z. B. den CCVD (38 davon sind olympisch, 27 nicht olympisch), sowie 20 Verbände mit besonderen Aufgaben (wie z. B. der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband oder der Deutsche Sportlehrerverband).

Seinen Sitz hat der DOSB übrigens in Frankfurt am Main.

 

Was macht der DOSB?

Der DOSB fördert den deutschen Sport, entwickelt Programme, unterstützt die Zusammenführung aller gesellschaftlicher Gruppen unter dem Gesichtspunkt Sport, fördert das Ehrenamt. Außerdem hat sich der DOSB folgende Punkte besonders auf die Fahnen geschrieben:

  • den Leistungssport in Deutschland
  • Sportentwicklung und Sport für alle
  • (Sport-)Bildung
  • Jugend

Das Kurzporträt des DOSB findet Ihr hier.

 

Wie lange hat der Aufnahmeprozess in den DOSB gedauert?

Der CCVD sagt uns dazu: „Im Grunde genommen war dies das erklärte Ziel seit der Gründung des CCVD im Herbst 2007 – auch wenn es von Anfang an klar war, dass dies ein steiniger Weg werden wird. Somit kann man sagen, dass wir seit der Gründung vor 10 Jahren an der DOSB-Aufnahme gearbeitet haben.“

 

Und was waren eigentlich die Bedingungen, um aufgenommen zu werden?

„In den DOSB-Aufnahmerichtlinien ist festgeschrieben, dass dem Verband mindestens 10.000 Einzelsportler angehören müssen und zudem mindestens auch 8 Landesfachverbände Mitglied im jeweiligen LSB (Landessportbund) sein müssen. Überdies war es notwendig, den Cheerleading-Sport als eigenständige Sportart auf der Sportartenliste definieren zu lassen. Zudem musste das Vertretungsrecht für diese “neue Sportart” auf nationaler und internationaler Ebene abgeklärt werden.“

Über  15.000 Mitglieder  im CCVD,  8 Landesverbände im LSB  (zuletzt wurden Hessen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bayern in die jeweiligen Landessportbünde aufgenommen), sowie die  vorläufige Anerkennung des ICU vom Internationalen Olympischen Komitee  sicherten letztendlich die Mitgliedschaft im DOSB.

 

Was für Veränderungen bringt die Mitgliedschaft im DOSB mit sich?

„Es war viel Arbeit notwendig, um Mitglied in der DOSB-Familie zu werden. Mit der Aufnahme ist uns aber bewusst, dass nun die eigentliche Arbeit für unseren Sport erst los geht. Bereits in den ersten Tagen haben wir viele Einladungen zu sportpolitischen und sportfachlichen Tagungen und Sitzungen erhalten, an denen wir künftig teilnehmen dürfen und deren fachliche Inhalte natürlich auch für die weitere Entwicklung unserer Sportart relevant sind.“

 

Was für Vorteile bringt die Mitgliedschaft?

„Mit der Aufnahme in den DOSB ist für unseren Sport ein neues Zeitalter angebrochen.

Wir stehen als Cheerleader nun mehr im Fokus der Öffentlichkeit, können an den Entwicklungen der deutschen Sportlandschaft teilhaben, dürfen vorhandene Ressourcen der DOSB-Familie nutzen und werden perspektivisch auch einen kleinen Teil an Fördergeldern für unsere Sportart sichern können.

Am meisten wird es unserem Sport helfen, dass wir nun im Hinblick auf Informationen und Entwicklungen mit “an die Hand genommen werden”.

Ein aktuelles Beispiel ist die Winterolympiade in Korea, zu der auch der CCVD auf Initiative der ICU ein deutsches Team als Präsentation entsenden wird. Aufgrund der angespannten Sicherheitslage sind wir nun direkt mit den zuständigen Gremien im DOSB in Kontakt, um analog der Entscheidungen des DOSBs bezüglich des deutschen Olympiakaders zu verfahren und auch zum Wohle unserer Sportler zu agieren.“

 

Ändert sich nun eigentlich auch etwas für den „normalen“, einzelnen Cheerleader?

„Für die Einzelsportler werden die Vorteile der DOSB-Mitgliedschaft im Laufe der nächsten Jahre spürbar sein.
Die Professionalisierung unseres Sports ist ein Prozess, an dem wir alle gemeinsam wachsen werden. Unmittelbare Folgen sind beispielsweise die Möglichkeit auf offizielle DOSB-Trainerlizenzen oder eine bessere Erreichbarkeit unserer Geschäftsstelle durch Präsenzzeiten.“

 

Die Aufnahme in den DOSB war ein wahrer Meilenstein – was steht als nächstes, großes Ziel an?

„Das nächste Ziel ist im DOSB ‚anzukommen‘.
Wir geben uns hierfür ein Jahr Zeit, um die Strukturen und die Personen kennenzulernen und im gleichen Zug in unseren Verband die Weichen für eine Professionalisierung zu stellen.

Desweiteren haben wir natürlich noch einige Landesverbände, deren Ziel die Mitgliedschaft im jeweiligen Landessportbund ist, denn bislang sind es ja “nur” 8. Hier werden wir unsere Landesverbände natürlich mit Rat und Tat unterstützen.“

 

Ihr habt wahnsinnig viel Arbeit und Energie in diesen einen Moment gesteckt. Wie habt Ihr Euch eigentlich direkt nach der Abstimmung gefühlt?

„Das Gefühl kann man nicht in Worte fassen. Wenn man solang für eine Sache kämpft, so viele Felsbrocken überwinden und auch immer mal Rückschläge hinnehmen muss und dann mit einmal für diese eine Sache soviel positive Reaktionen und Anerkennung bekommt und in dem Moment weiß, dass es richtig war immer weiter zu kämpfen – dann ist das wie ein 6er im Lotto, nur nicht mit Geld, sondern mit Glückshormonen und Emotionen.

Wir haben so viele Freudentränen vergossen und auch noch immer Tränen in den Augen, wenn wir an den Moment zurückdenken.“

 

Und was denken wir eigentlich über die Aufnahme?

Wir feiern es hart, sind nach wie vor euphorisiert und applaudieren innerlich immer noch wie dieser Morgan Freeman. Wir ziehen unseren Hut vor all denjenigen und jedem einzelnen, die Monate & Jahre für dieses große Etappenziel und unseren Sport geackert und gekämpft haben und sind froh und stolz, Teil dessen zu sein. Und das könnt Ihr auch!

Danke, Ihr Bravehearts des CCVDs – wo wären wir nur ohne Euch?

 

Was sind Eure Gedanken zum DOSB? Habt Ihr Fragen zum Thema? Schreibt uns in die Kommentare! 

 

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