Wir sind endlich und langsam aus unserer kleinen Off-Season-Höhle gekrabbelt – und während unserer letzten 3 Monate Winterschlaf im Sommer (Frechheit dass wir uns so lange nicht gemeldet haben!) hatten wir durchgängig süße Träume von den Worlds 2018 mit Team Germany.

Aber was ging eigentlich sonst so auf den Worlds 2018, was haben wir in Orlando getan & wie haben wir das Herzensprojekt Team Germany empfunden?

Das verraten wir Euch in unserem ICU Worlds 2018 Flashback!

Ab & an erwischen wir uns immer noch, dass wir uns fragen, wie es eigentlich zu all dem gekommen ist: dass wir Team Germany Social Media-wise begleiten durften, dass wir auf einmal im Flieger nach Orlando sitzen und bei der Opening Ceremony über den Worlds Floor laufen konnten.

Aber let’s start at the start:

Fast zur gleichen Zeit im letzten Jahr frug uns der CCVD, ob wir uns vorstellen könnten, Team Germany in den sozialen Netzwerken zu begleiten*.
Unsere Reaktion: „Puh, joa. Könnten wir eigentlich machen. Ja. Doch, ne, können wir uns eigentlich vorstellen. Oder was meinst Du?“
– „Öh. Ja. Könnten wir machen. Klar, warum nicht.“ (weil wir nämlich NICHTS auf der Welt allein entscheiden können)
Innerlich waren wir allerdings eher er im roten Shirt , but playing it cool und so.

Ein paar Monate & einige Trainingswochenenden später standen wir am Airport Hannover.

*wie alle Coaches, Orga und Betreuer natürlich ehrenamtlich übrigens. Unser Lohn & Brot sind maximal Eure Likes. (oha wie traurig! Vielleicht auch das ein oder andere Schörlchen, aber sonst nur Social Media Fame, davon leben wir)

Daily business in the US

Sommer, Sonne, US, Amerika, every Cheerleader’s dream – auch unserer natürlich. Spätestens mit Ankunft in Orlando hat sich auch unser Alltag mit Team Germany eingegroovt: die Teams zum Training begleiten, Coaches auflauern, Orga den letzten Nerv rauben (wir haben US-Maut geprellt und einen Tag aus Versehen 5 Cent zu wenig gezahlt), Material für Facebook und Insta sammeln, um den zu Hause-Menschen die Abenteuer von Team G zu zeigen.
In der Unterkunft ankommen, gefilmten Content sichten, schneiden, posten, schlafen. Früh aufstehen und sich jeden Tag einen neuen Adrenalinrausch abholen.
Bis zu den Meisterschaftstagen, an denen sich so viele Momente in deine Marmel einbrennen und trotzdem alles an Dir vorbeirauscht wie buntes Konfetti bei Windstärke 98.

Und weil uns das Erzählen von den Worlds schnell in verliebte Schwafelei treibt, haben wir Euch gefragt, was ihr uns fragen wollt. Unsere Antworten zu den 10 meistgestellten Fragen findet ihr ab hier.

10 Fragen an uns selbst

Wie war die Stimmung unter den Teams?
J: Nachdem das gesamte Senior Allgirl 5 tagtäglich „Bruder Jakob“ singend an unserer Unterkunft vorbeigelaufen ist und wir ein Haus der Juniors in der Nähe hatten, muss ich sagen, ich habe keins der Teams mal nicht motiviert oder gut gelaunt gesehen, selbst beim Training oder bei den Eistonnen.
A: Was Jule sagt! Das gesamte Team G war recht schnell nicht viele einzelne Teams, sondern eine große Gang – egal ob Juniors, Seniors, Allgirl oder Coed.


Wie ist das Gefühl vor der Worldsmatte zu sitzen?
J:
Ehrlich gesagt wie vor jeder anderen Matte auch, nur aufregender. (Jule ist definitiv der emotionale Part von uns)
A: Ganz surreal irgendwie. Zeit, alles richtig zu begreifen hat man eh nicht, weil die wenigen Minuten wie eine Achterbahn an Dir vorbeirauschen. Gänsehautgefühl!


Was hat dein Herz vor Aufregung zum Rasen gebracht?
J:
Die Aufregung der Coaches vor den Auftritten! Wenn Du siehst, wie zum Beispiel auch die Senior-Coaches vor den Auftritten der Juniors nicht mehr still stehen können, weil alle Trainer mit vollem Herzen dabei sind.
A: Alter, ja, kurz vor den Auftritten der Teams! Der Moment hinter dem schwarzen Vorhang (gibt’s auch auf den Worlds), der winzig kurze Augenblick bevor man in die Coaches- & Fanzone geschleust wird & man um sich herum schon „Germany“-Geschrei hört.
Die Sekunde, wenn man mit zittrigem Finger auf den Aufnahme-Starten-Button auf dem Handy drückt, weil die Jungs und Mädels schon den Floor stürmen.
Die 2 Minuten 30, in denen man verbal eskaliert und rumschreit. Krass, wie emotional man dabei ist – irgendjemand schrieb auf Facebook unter einem der Livevideos „Schade dass man wegen des Geschreis die Musik nicht mehr hört“. Ja sorry, war unter anderem auch ich. (hashtag eyeroll)


5 Sekunden 3 Wörter:
A:
wowwasfüreintag, aufregend, warm
J: unbeschreiblich, lustig, einmalig


Was war der emotionalste Moment?
J:
Als das Coed-Team auf dem Football Field im Kreis stand und sich alle zusammen bei „Was wir alleine nicht schaffen“ auf das konzentriert haben, was in der nächsten Stunde passieren würde.
A: Schwieriges Ding, weil irgendwie die ganze Zeit ein riesiger, emotionaler Brauseball war. Wenn man mal diese krassen Momente wie die Siegerehrungen, die Routines, die Vorbereitung an den Meisterschaftstagen ausser Acht lässt (und da ist die Pumpe ganz schön gelaufen), dann war es fast ein kleiner, lächerlicher Moment: als wir das erste Mal zum Football Field gefahren sind & Hand in Hand auf die alte Riesencola zugelaufen sind. Da ist es ein kleiner Hammer auf mich gefallen, wir mussten kurz stehen bleiben, uns drücken und ich hab mir gedacht: „Puh alter, ich bin einfach hier.“


Was hat dich am meisten beeindruckt?
J:
Die Organisationskünste von Orga-Leitung Lisa und Sabrina! Es ist mir ein Rätsel, wie man 145 Aktive, Coaches, Betreuer und zwei Mädchen die nur Quatsch machen, koordiniert und heile & unversehrt hin und zurück bekommt.
A: Die Professionalität während des ganzen Projekts und die Liebe & Leidenschaft, die immer und ständig bei jedem mitgeschwungen ist – egal ob bei den Coaches, der Orga, den Betreuern oder den Aktiven. Davon sollte man sich gern ein dickes Scheibchen abschneiden und stolz sein, dass so viele tolle Menschen unseren Sport mit so viel Ambition & Passion vorantreiben. Hut ab! (Rolf, schreib gefälligst eine neue Strophe dafür!)


Vervollständige den Satz: Projekt Team Germany 2018 war…

A: … spitze! 🔺
J: … gut!


Was war für Dich der schönste Moment mit dem größten Gänsehautpotential?
J
: Definitiv das letzte Training der Juniors im UK Knights Gym, als die Trainer der Senior ebenfalls im Gym waren und alle zusammen die Juniors mit Leib & Seele  angefeuert haben. Das war mein Puls bei Level 1000!
A: Oha, da gab es auch so einige. Die Anspannung bei der Siegerehrung, als das ganze HP bei der deutschen Nationalhymne stand, die vor Freude Augen-schwitzenden Aktiven & Coaches. 
Aber Nummer eins bei mir ist auch das letzte Training der Juniors beim letzten Durchgang. Die Atmosphäre in der Halle, die Motivation, der Zusammenhalt des ganzen Team Germanys – die Senior Coaches und anderen Aktive, die die Juniorteams so angefeuert und angeschrien haben, weil man halt eine Einheit und ein riesiges Team war. Ich war kurz vor „Ok tschau emotionaler Zusammenbruch, ich muss gleich weinend auf die Matte fallen weil alles so krass und überwältigend ist.“ 


Der witzigste Moment?
J:
Nachdem Stundenlang in einer Unterkunft eine SIM-Karte gesucht wurde, saß ich einige Zeit später glücklich auf meinem Stuhl auf der Terrasse und wollte den Stein unter meinem Schuh rauspulen, der seit Tagen störte. Ja, es war kein Stein, sonder die SIM-Karte.
A: Beim SIM-Card-Moment steig ich auch mit ein. Ansonsten gibt’s da schon ziemlich viel Witziges auf einmal (Orga & Coaches sind nicht nur unheimlich schön, klug und kompetent, sondern auch noch ziemlich witzig).
Einer meiner anderen Favorites: das ominöse Fisch-Video von Jan & Antwan. Für ein bisschen Cashi Cashi rücken wir es vielleicht sogar raus.


Gibt es etwas, was Du anderen mit auf den Weg geben willst, die noch nicht dabei waren oder momentan überlegen, sich zu bewerben?

J: Mit dem Nationalteam bei den ICU Worlds zu starten, sollte auf jeden Fall auf jedem Zettel eines Cheerleaders im CCVD stehen! Ich war erstaunt über die Entwicklung der Aktiven, besonders im Junior-Bereich. Wenn man das Ziel hat zu den Besten zu gehören, dann sollte man definitiv seine Bewerbung losschicken.
A: Ey, macht das! Es war das erste Jahr, dass wir Team Germany von Anfang bis Ende begleiten durften – und sogar wir haben soviel dazu gelernt, obwohl wir nur die Gammelottos hinter dem Handy sind.
Team Germany ist ein Herzensprojekt, was so faszinierend auf so vielen Seiten ist: Fremde wachsen zu richtigen Teams zusammen (sowohl auf Aktiven-, als auch auf der anderen Seite), enge Freundschaften entstehen weil man Momente miteinander teilt, die ganz besonders sind, jeder hat Bock & ist unheimlich diszipliniert sein Bestes zu geben, es liegen irgendwie krasse Vibes in der Luft und die ganze Zeit schwirrt eine Stimmung in der Luft, die man einfach selbst einatmen muss.
Wir waren das erste Mal in Orlando, sowohl bei USASF & ICU Worlds. Und ganz im Ernst: USASF ist irgendwie abgefahren und every Cheerleader’s dream und es ist cool mit seinem Team da zu sein und so – aber hey, wenn Du was schaffen willst und Deine Arbeit und Dein Schweiß sich lohnen soll, Team G is all you need.
Am liebsten würde ich alle potentiellen Team Germany Kids da draußen schütteln und ins Gesicht schreien: „WAS IST MIT DIR! GEH DA HIN ES IST ABGEFAHREN UND KRASS WARUM ÜBERLEGST DU SO LANG. MACH ES! MACH ES! MACH EEEES!“ 
Weil wenn ich nicht alt wäre, aber dafür um einiges krasser – wow, dann würde ich alles dafür geben.

Danke für dieses unvergessliche Abenteuer. 🖤❤️💛

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