Kurzarbeit, Stillstand, Weiterentwicklung: Cheerleading-Deutschland 2020 |
Wie schaut’s eigentlich hinter den Kulissen im deutschen Cheer-Business nach dem Corona-Einschlag aus? Wir haben sieben ganz verschiedene Unternehmer, Einzelkämpfer, Vereinstiere & leidenschaftliche Tausendsassa aus dem Cheerleading gefragt, wie sie die letzten Wochen erlebt haben, wie sich ihre Situation durch Corona teilweise dramatisch geändert hat & was vielleicht die Zukunft bringen mag.
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Das „C“ in Cheerleading in diesem Jahr steht für Corona. Horror Leute, horror. 
So fühlt sich 2020 bisher an:
 noch nicht mal viele Wochen waren ins Land gegangen, da fängt das Jahr heftig an zu bobbeln.
 Während man Ende Februar noch denken konnte: „Ja, das fängt sich noch“, haben wir uns einige Wochen später einen Headjudge herbeigesehnt, der die ganze Geschichte 2020 abbricht. Einfach Ende, Abbruch & nochmal Neustart.

Dass das allerdings nicht passieren würde, war uns spätestens nach der endgültigen Absage der Worlds klar.
Dass aber Corona noch viel mehr als der eigene Tellerrand ist, wurde uns Woche für Woche ein bisschen klarer. Jeden Tag fügte sich ein neues Puzzle-Stück zu den bemerkten Auswirkungen hinzu, immer wieder kam ein „Ach krass, das hatte ich jetzt gar nicht auf dem Schirm“ mehr dazu.

Egal wovon wir in den nächsten Zeilen übrigens schreiben, gottseidank, und darüber sind wir mehr als froh, gehören wir nicht zu den Menschen, die schlimme Covid-Fälle in ihrem Familien- oder Freundeskreis erleben mussten – das ist uns an dieser Stelle noch einmal wichtig, zu erwähnen.

Trainingsverbot, Meisterschaftsausfälle, Zoom-Practice

Wie sich der Corona-Alltag für den Großteil aus der Cheer-Szene durchschlängeln sollte, haben die meisten selbst Tag für Tag hautnah erfahren müssen: kein Training, keine Teamfreunde sehen, keine Events – irgendwie immer noch das kleinste Übel, wenn auch nicht weniger schmerzhaft.

Aber wie schaut’s eigentlich hinter den Kulissen im deutschen Cheer-Business nach dem Corona-Einschlag aus? Verband, Cheerleading-Unternehmen, Cheer-Selbstständige, Fotografen, reine Cheer-Vereine – auch in Deutschland gibt’s mehr als ein wildes dutzend Menschen, die sich tagtäglich mit Cheerleading beschäftigen, weil sie damit ihr Brot verdienen zum Beispiel oder durch ihre Arbeit Anderen ein zweites Hause schaffen (wie im Verein oder Verband).

Kurzarbeit, Stillstand, Weiterentwicklung in Cheerleading-Deutschland 2020

Wir haben sieben ganz verschiedene Unternehmer, Einzelkämpfer, Vereinstiere & leidenschaftliche Tausendsassa aus dem Cheerleading gefragt, wie sie die letzten Wochen erlebt haben, wie sich ihre Situation durch Corona (teilweise dramatisch) geändert hat & was vielleicht die Zukunft bringen mag. Auf dem Zettel immer wieder die gleichen drei Fragen: „Inwiefern hat Dich/Euch Corona betroffen?“, „Wie hat sich die tägliche Arbeit durch Corona verändert“ und „Gibts es etwas, was Du/Ihr aus der Situation für die Zukunft mitnimmst/mitnehmt?“ – ausschließlich bezogen auf die Business-Situation und nicht auf Privatsituation, sofern sich das trennen ließ.

Abseits von geschlossenen Trainingshallen & Sport-Vermissung haben wir eine Menge Antworten auf unsere Fragen bekommen & möchten ein ganz kleines bisschen unsere Taschenlampe auf die Seite im Cheerleading schwenken, die manchmal fast ein bisschen im Dunkeln schlummert.

Danke für Eure offenen Worte & Euer Feedback, ihr wilden, buntgemischten sieben!

Alex von Pixel Panda Design

Inwiefern hat Dich Corona getroffen?
Pixel Panda Design hat sich seit 2018/2019 um die Livestreams bei Varsity, sowie CCVD-Verbandsmeisterschaften gekümmert. Durch die Absage aller Meisterschaften wurde natürlich ein immenses Loch aufgerissen. Auch die Planungen für Video-Projekte wurden komplett auf Eis gelegt. Innerhalb von wenigen Tagen wurde die Firma auf fast Null gebremst. Auch die Verbesserung der Technik und der Qualität musste natürlich erstmal auf Eis gelegt werden.

Wie hat sich Deine tägliche Arbeit durch Corona verändert?
Naja, seitdem die ersten Verbote gekommen sind, musste ich mich natürlich auch anpassen. Vor Corona habe ich im Schnitt 12 Stunden in der Firma verbracht und wusste oft nicht wo ich anfangen sollte. Dann mit den Einschränkungen habe ich maximal 2 Stunden auf Arbeit verbracht. Um zu putzen, die Dinge zu machen, die sonst immer liegen bleiben. Doch auch diese Dinge waren irgendwann erledigt. Durch die fehlenden Möglichkeiten meine Kinder in die Einrichtung zu geben, musste ich auch mehrfach nachts arbeiten und habe oft gemerkt, dass man nachts auch gut arbeiten kann.

Gibt es etwas, was Du aus dieser Situation für die Zukunft mitnimmst?
Ich habe aus dieser Zeit definitiv gelernt, dass es anderen Menschen schlechter geht und wenn man (ACHTUNG Glückskeks-Spruch) einfach am Ball bleibt und von Tag zu Tag versucht dagegen anzukämpfen, es dann auch schaffen kann.
Ich habe mich in der Zeit neuen Projekten gewidmet wie z. B. meiner neuen Firma „Cheer Outfitters„. Ich habe mir in dieser Zeit auch neue Wege ausgearbeitet wie Pixel Panda Design auch in Zukunft noch schönere Livestreams anbieten kann.
Ich werde aber in Zukunft, bei der Wahl meines Geschäftsfeldes einen neuen Risikofaktor mit einberechnen: die Möglichkeit einer Pandemie.

Romy vom CCVD

Inwiefern hat Euch Corona getroffen?
Als Verband sehen wir uns in erster Linie als Verbund der Vereine & Teams, die Absage der DM, EM und WM und der damit einhergehende Saisonabbruch und das abrupte Ende ohne wirkliches Ende hat uns sehr getroffen. Emotional hat das nicht nur „Narben“ bei zum Beispiel den DM-Qualifikanten hinterlassen, sondern auch bei unseren vielen, hauptsächlich ehrenamtlichen Mitarbeitern. Für die Deutsche Meisterschaft waren viele „Schmankerl“ als Überraschung in Planung, die es bisher im CCVD nicht gab.
Davon ab haben uns natürlich auch finanzielle Verluste getroffen, da einige Ausgaben schlichtweg nicht mehr stornierter waren.

Wie hat sich Deine/Eure tägliche Arbeit durch Corona verändert?
Von heute auf morgen hat sich die Arbeit im Verband kurzerhand verändert: wir mussten unseren eigentlichen Plan über den Haufen werfen und sahen uns von heute auf morgen mit ganz anderen Aufgaben konfrontiert. In Schockstarre zu verfallen oder unsere Köpfe in den Sand zu stecken war allerdings zu keiner Zeit eine Option für uns – „make it work“, danach haben wir in den letzten Wochen gelebt & gearbeitet.

Unser Fokus hat sich innerhalb kurzer Zeit auf die folgenden zentralen Fragen verschoben: „Wie können wir unsere Mitglieder durch diese Zeit begleiten?“ & „Wie können unsere Mitglieder diese Zeit so sinnvoll wie möglich nutzen? Was wird gebraucht?“.
Wir haben uns auf neue Projekte oder vorgezogene Projekte konzentriert: digitale Formate in der Aus- & Weiterbildung (CCVD Campus) wurden weiter ausgebaut, der Zusammenhalt innerhalb des Verbands und zwischen den Vereinen wurde immens durch Coaches Hours oder DM-Buddy-Buttons gestärkt, Verbandsstrukturen & Arbeitsabläufe wurden weiterentwickelt und konsolidiert.
Andere Projekte waren erst für den Sommer geplant, denen wir uns bereits jetzt widmen konnte und können: z. B. Corporate Design Prozess,  Ausbau der Jugendarbeit, das große und wichtige Thema der sexualisierten Gewalt (Entwicklung eines Präventionskonzepts und Maßnahmenkatalogs), Stützpunkt- und Rahmentrainingskonzeption, Leitbild-Projekt, die Konzeption der Trainer Basis-Ausbildung und Trainer B-Lizenz, Optimierung des KoGeLa-Projekts und Update der Landesverbands-Mustersatzung, einige LVs haben neue Websites bekommen, neue Formate in Bezug auf Mitgliederkommunikation wurden erarbeitet – Stillstand gab es bei uns also in keiner Sekunde, im Gegenteil: es ist unheimlich viel passiert.

Gibt es etwas, was Ihr aus dieser Situation für die Zukunft mitnehmt?
Die letzten Wochen und Monate haben uns wortwörtlich nochmal einen Digitalisierungsschub gegeben: wir haben Video-Konferenzen als Alternative zu Präsenzmeetings kennen und lieben gelernt. Daraus ist zum Beispiel auch die Digital Convention als neues Format entstanden.

Auch auf Wettkampfebene wird es neue Formate für 2021 / 2022 / 2023 geben, deren Konzepte zum Teil noch in den Kinderschuhen stecken, zum Teil schon weiter in der Planung sind (auch durch die tolle Mitarbeit von Landesverbänden, Mitgliedsvereinen und unseren Ausschüssen).
Erste Infos gab es bereits in der Coaches Hour Anfang Juli, weitere Infos dazu folgen.

Unser Fazit: nimmt man die Angst aus der Krise – wird sie zur Chance. ;-)

Tom von AllStar New Media

Inwiefern hat Dich Corona getroffen?
Corona hat mich extrem getroffen – von 100% Auslastung runter auf 0! 
Der Lockdown kam genau zu der High-Season des Cheersports, sämtliche Planungen und Termine waren von heute auf morgen Makulatur: Nationals Schweiz, Mountain-Cup [Anmerkung von uns: ebenfalls in der Schweiz], ICU Worlds, ECU Europeans, DM CCVD, alle SALCs und ECC/Bottrop von Varsity Europe, um nur die Highlights zu nennen – verschoben und/oder abgesagt. Als Sportfotograf ein Horror- Szenario!

Wie hat sich Deine tägliche Arbeit durch Corona verändert?
Was ich jetzt hatte war ZEIT!
 Zeit, um mein Archiv von über 15 Jahren Fotografie mit Schwerpunkt ActionShoots neu zu kategorisieren und abzusichern. Es war schon sehr spannend, die Entwicklung von Vereinen und Sportlern wie ein time lapse vor sich ablaufen zu sehen.
 Zeit für Weiterbildung, neue Projektideen, Kreativität!

Gibt es etwas, was Ihr aus dieser Situation für die Zukunft mitnehmt?
Think positiv, sei kreativ, nutze die Zeit für die Realisierung schon lange schlummernder Ideen!
 In meinem Fall habe ich die Erweiterung der Allstar Cheerleading Photography Marke zu Allstar New Media vollzogen. Jeder kennt mich als Fotograf auf Meisterschaften. Meine Tätigkeit als Mediengestalter war bisher nicht sichtbar. Unter dem neuen Brand „Allstar New Media“ biete ich in Zukunft alle Dienstleistungen im Bereich Foto und Grafik an.
Die Zukunft?
 Nach vorne schauen und nicht in Schockstarre verfallen!
Et hätt noch immer jot jejange.

Jonas von Varsity Europe

Inwiefern hat Euch Corona getroffen?
Wie die gesamte Eventbranche haben wir natürlich alle Meisterschaften abgesagt bzw. verschoben. In der aktuellen Situation steht für uns natürlich auch die Gesundheit jedes Einzelnen und die Verhinderung der Ausbreitung des Corona Viruses an wichtigster Stelle.

Wie hat sich Eure tägliche Arbeit durch Corona verändert?
Da viele unserer Kollegen immer im Home Office arbeiten, war es für uns keine große Umstellung. Im Büro und im Lager haben wir auf ein Schichtsystem umgestellt, sodass immer die gleichen Mitarbeiter zusammen im Büro arbeiten. Natürlich waren gerade die Anfangszeiten des Lockdowns eine große Herausforderung für Kollegen mit Kindern, die sich dann um die Betreuung zu Hause kümmern mussten – aber auch hier konnten wir durch gutes Teamwork und Entgegenkommen der Geschäftsführung eine gute Lösung für alle finden.

Gibt es etwas, was Ihr aus dieser Situation für die Zukunft mitnehmt?
Ich denke die Pandemie und ihre Auswirkungen haben uns gezeigt, wie dankbar wir für viele Dinge im Leben sein können, dass wir nichts für selbstverständlich nehmen sollten. Zum Beispiel eine schlechte Platzierung auf einer Meisterschaft ist nicht so schlimm wie gar keine Meisterschaften mehr zu haben, ein Drop nicht so dramatisch wie den Stunt gar nicht versuchen zu können und ein richtig hartes Training viel besser als gar keines.

Anke vom Cheerleader Verein Dresden

Inwiefern hat Euch Corona getroffen?
Neben dem Trainingsausfall, der ja alle getroffen hat, sind noch ganz andere, neue Situationen entstanden: wir konnten logischerweise keine Mitgliederversammlungen durchführen, in Sachen Vereinsarbeit & Vereinsrecht sind ganz neue Fragen aufgekommen, die für uns alle sehr herausfordernd waren. Um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben, ständig kamen ja neue Regelungen auf uns zu, haben wir eng mit dem Landessportbund und der Vereinsversicherung zusammengearbeitet.
Außerdem gab es von der Stadt Dresden eine Haushaltssperre, dh. mitunter wurden unsere Förderanträge nicht weiterbearbeitet – Gelder, mit denen wir Anfang des Jahres geplant haben, sodass wir unsere Jahresplanung anpassen mussten.

Was uns auch sehr getroffen hat: wir mussten schweren Herzens unsere lang geplante 20 Jahres-Feier absagen, die im Juli stattfinden sollte.

Wie hat sich Eure tägliche Arbeit durch Corona verändert?
Jede Woche war ein neues Update an unsere Mitglieder nötig, da sich die Situation ständig geändert hat & wir immer wieder neu darauf reagieren mussten – gerade in Bezug auf die Lockerungen.

Wir mussten Outdoorplätze beantragen, haben wie auch andere Vereine Hygienekonzepte & Belehrungsbögen für alle Mitglieder erarbeitet und unter anderem CVD-Nasenmundschutzmasken an unsere 130 Mitglieder versendet.

In unserem Gesamtkonzept hat sich allerdings nichts verändert, außer dass wir nun wissen, wie Zoom-Meetings funktionieren. :-)

Gibt es etwas, was Ihr aus dieser Situation für die Zukunft mitnehmt?
Wir wissen unseren Teamzusammenhalt, den Gemeinschaftsgedanken sowie den persönlichen Kontakt auf jeden Fall noch mehr zu schätzen!

Holger von Cheercity

Inwiefern hat Euch Corona getroffen? Sei es im Eventbereich, bei Uniforms oder auch in anderen Bereichen.
Das Jahr ist gut gestartet. Viele Events (Meisterschaften, Camps) wurden geplant, viele Anmeldungen waren vorgemerkt, Hotels, Locations und Dienstleister waren reserviert.
Ja, wir wollten voll durchstarten.
Dann kam Corona. Am Anfang noch etwas zaghaft, dann aber bei uns in Bayern Mitte März mit einem Schlag.
Von heute auf morgen, alles runtergefahren. Der Lockdown.

[…] Das Freizeit- und Sportleben wurde komplett stillgelegt und damit ganze Branchen.
Von heute auf morgen ist der komplette Event- und Sportbereich einfach nicht mehr da.

Dachten wir am Anfang, man könnte vielleicht noch Ersatztermine finden, wurde uns schnell klar dass wir wohl bis mindestens 31. August keine Veranstaltungen mehr durchführen können.

Neben den Events ist mit dem Shutdown auch der komplette Verkauf von Sportfashion, Trainingsoutfits etc. zum Erliegen gekommen.
Was natürlich auch klar ist, wer nicht trainiert, braucht auch keine neuen Schuhe. Wie sich das reguliert wird man sehen, aber aktuell sehen wir hier auch nicht wirklich Licht am Ende des Tunnels.
Dieses Problem haben aktuell viele Sportanbieter (nicht nur bei uns im Cheerleading). Unsere Lager sind gut gefüllt, aber die Nachfragen bleiben aktuell noch aus.

In unserer Uniformproduktion sieht es ähnlich aus. Wer nicht trainiert, wer keine Wettkämpfe hat, braucht keine Uniformen.
Nachdem die ersten Lieferanten (z. B. aus USA) uns nicht mehr beliefern konnten, wurde unsere Produktion relativ früh auf Community Masken umgestellt. Der Hype war am Anfang ganz gut, ist aber mittlerweile, nachdem die China Masken den Markt überschwemmen, auch wieder vorbei.

Wie hat sich Eure tägliche Arbeit durch Corona verändert?
Das Problem mit den Stoffen/Materialien aus den USA konnten wir lösen und haben aktuell Zugriff auf europäische Hersteller. Das bringt uns die Möglichkeit, dass wir Aufträge annehmen und auch abarbeiten können.
Aber bei vielen Aufträgen fehlt uns aktuell einfach die Rückmeldung von den Teams. Größensätze sind unterwegs, können aber nicht anprobiert werden etc.

Wie sich das Ganze entwickelt, vor allem auch in den USA, ist aktuell auch nicht abzusehen.
Hier wird es wahrscheinlicher die Hersteller und auch Teams noch viel stärker treffen.

Es ist aktuell eine Frage der Zeit und wie schnell sich die Teams aus dem Winterschlaf erholen. Dass es sich erholen wird, davon sind wir überzeugt. Wie es dann aber aussieht, das ist die große Frage.

Aktuell verbrennen wir wie viele Firmen jeden Tag einfach nur Geld. Wir würden gerne was machen, dürfen aber nicht. Das ist das Schlimmste von Allem. Und dass sich in den nächsten Monaten dann jeder sich zwei Paar Schuhe anstatt einem kauft, ist auch eher unwahrscheinlich.
Am Ende des Jahres werden wir einfach 4 Monate Geschäft verloren haben.

All diese Änderungen haben natürlich auch Einfluss auf unsere tägliche Arbeit genommen. Neben Kurzarbeit sind einige von unseren Mitarbeiter/innen im Homeoffice. Soweit es möglich ist.
Auch wurden einige Dinge in Angriff genommen (Umstellung des Onlineshops), die schon lange anstanden, aber zeitlich nicht gepasst hatten. Und man macht sich natürlich auch viele Gedanken ob einem der ganze Stress das alles Wert ist.

Gibt es etwas, was Ihr aus dieser Situation für die Zukunft mitnehmt?
Was die Zukunft bringt, ist noch sehr vage. Wir planen unsere Wintermeisterschaften und würden uns natürlich sehr freuen, wenn sie stattfinden und viele Teams das Angebot wahrnehmen.

Aber wie die Meisterschaft der Zukunft aussehen kann, ist aktuell noch ungewiss. Leider ist hier die Politik nicht sonderlich einfühlsam und stellt manchmal sehr „unnachvollziehbare“ Regeln auf, die es manchmal auch unmöglich machen einen Event umzusetzen.
Wir geben hier aber die Hoffnung nicht auf. Auch haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir langsam wieder einsteigen können. So steht ein neues Meisterschaftsformat in den Startlöchern.

Bei diesem können die Teams zu Hause ihre Routine mit einer App aufnehmen und wir bringen das alles in einer großen Onlineübertragung zusammen.
Sobald die Teams wieder die Möglichkeit haben zu trainieren, (und das sinnvoll) werden wir die Termine festlegen.

[…]

Aber eines darf man bei all diesen Probleme auch nicht vergessen: das Wichtigste für uns alle, egal ob Sportler, Firmen, Vereine, ist die Gesundheit der Menschen.
Und das möchten wir auch auf diesem Wege gerne als Abschluss weitergeben.

Mike von cheerdancemusic

Inwiefern hat Dich Corona getroffen?
Nicht nur die globale Wirtschaft wurde von Covid-19 stark getroffen, sondern auch unser alltägliches Leben hat sich schlagartig verändert. Das spüren natürlich auch leider wir im Sportbusiness sehr stark.
Alle Sporthallen wurden geschlossen, Kontaktverbot ohne Aussicht auf eine zeitnahe Lockerung verhängt, so gut wie jede größere Sportveranstaltung abgesagt und Wettkämpfe verschoben. […] Nach vielen Wochen dann endlich der erste Schritt in Richtung Normalität: die Regierung sprach erste Lockerungen aus. Motivation und Zuversicht kamen schlagartig zurück und die ersten Beats und Ideen für die kommende cheersaison waren im Kasten. Mein Team und ich arbeiten nun an den Vorbereitungen für die kommende Saison und vereinzelt erwachen die ersten Teams aus dem Corona-Schlaf. Das gibt natürlich Hoffnung für die Saison 20/21. denn wir alle, ganz egal ob aktiver Cheerleader, Coach oder eben Unternehmer, wünschen uns nichts sehnlicher, als zurück zur Normalität und zurück zu unserem Sport zu finden.

Wie hat sich Deine tägliche Arbeit durch Corona verändert?
Die Hauptsaison für mein Unternehmen war glücklicherweise bereits vor dem Ausbruch von COVID 19 und betraf uns wirtschaftlich gesehen nur bedingt. Ganz im Gegenteil: es hat uns sogar die Zeit zum Nachdenken gebracht und die Chance gegeben unsere Angebot zu überarbeiten und neu zu strukturieren.

Gibt es etwas, was Du aus dieser Situation für die Zukunft mitnimmst?
Die letzten Wochen haben uns […] die Zeit zum Nachdenken gebracht und die Chance gegeben, unsere Angebot zu überarbeiten und neu zu strukturieren.

Wir freuen uns sehr, noch in den kommenden Wochen den Relaunch von Cheerdancemusic Production MADE in Germany zu veröffentlichen.
In diesem Sinne: stay tuned & healthy!

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