So schnell kanns gehen: schneller als die schnellste Wilde Maus auf’m Rummel ist die Regio-Saison 2019 an uns vorbeigerauscht – und wir haben RM Süd, West, Ost, Nordost & Nordwest doch glatt besucht und überlebt, ohne auch nur einmal ohnmächtig bei dem verrückten Ritt zu werden.

Und weil Punkte und Platzierungen aufzählen jeder kann, schmeißen wir mit Erinnerungen um uns, die sich über die letzten Wochen in unsere Gedächtnisse gebrannt haben, wie dieser winzige Hund, der uns immer wieder sehr fröhlich macht.
Falls wir also irgendwann mal an die RM-Saison 2019 zurückdenken, wird das hier garantiert durch unsere Köpfe flimmern.

1. RMs 2019: speed the shit up

Wie schnell können fünf RMs vorbei sein? Wenn man sie komprimiert sogar ziemlich schnell wissen wir seit diesem Jahr. Irgendwie anstrengend, alles an drei Wochenenden zu haben, irgendwie schön, nur an drei Wochenenden unterwegs zu sein, und irgendwie traurig, Menschen (die man mag) an nur drei Wochenenden zu sehen.
Regionalmeisterschaften 2019 in a nutshell: das Foto von Punkt 14.

via GIPHY

2. Jetset

Was Carmen Geiss sagt:
Ich lebe dieses Leben so wie ich es seh,
Hannover, Bayern, Telekom Dome Hallé.

Carmen Geiss – Jet Set (Video)

Das Video wurde über YouTube eingebettet. Mit Abspielen des Videos erkennst Du die Datenschutzbestimmungen von Google an.

Einmal mit’m Autogefährt von Hannover nach Bayern, um ein paar Stunden später & nachts über 500 km nach Bonn abzurocken. Roooobert, was wir für eiskalte und krasse Topdogs sind. Live is live!

3. Das neue Siegerehrungsprinzip

Seit dieser Saison hat das ewig lange Aufgerufe ein Ende, bei dem sich alle dreihundertneunundvierzig Teams durch die Menge drängeln müssen, dabei auf zwölf Knöchel, drei Peewees und vier Momratzen treten, um sich nach vier Minuten Meute-Kampf eine Urkunde und ein Foto für den 24. Platz abholen zu können. (Ja komm, ist doch so. Wir waren back in the days übrigens auch nicht immer unter den top three und dürfen das deswegen sagen.)

Das ist also neu: die top drei Teams werden in zufälliger Reihenfolge nach vorn gerufen, stellen sich wahlweise in drei kleine Kreise oder eine große, gemeinsame Traube und warten im Scheinwerferlicht auf ihre Plätze.

Anfänglich gab es hier und da noch kleine Startschwierigkeiten, generell empfanden wir es aber als absolute Verbesserung und sehr angenehm.

Würdigt die drei Bestplatzierten noch mehr, sorgt für ein schöneres Zusammengehörigkeitsgefühl und macht, dass die bereits aufgerufenen Teams aufmerksamer und die Siegerehrung an sich länger voll bleibt – weil sich Teams nicht direkt um ihre Wertungsbögen scharen und einfach Sitzenbleiben & klatschen, weil sie gar nichts andere zu tun haben (Urkunden und Score Sheets gibt’s nämlich erst nach der Siegerehrung).

Fünf lieb gemeinte Sterne von uns!

via GIPHY

4. Can’t stop the Radschlag-Peewees

Wow, das macht uns ganz kirre bis in die Fingerspitzen: Peewees, die bis zur völligen Selbstaufgabe Räder schlagen, Kuscheltiere 18 Meter in die Luft werfen, dabei laut „huiiiiii“ schreien und krasse Breakdance Moves hinlegen – EGAL WO AUCH IMMER PLATZ IST. Das Perpetuum Mobile des Cheerleadings. Fängt ein Peewee an, steckt es den nächsten an. Und den nächsten. Und den nächsten. Und den danach. Und immer so weiter für immer und ewig.
Größter Brennpunkt: RM Nordost. Never seen so many Peewees Radschläge turnen und Rennen mit sich selbst machen.

5. A sweet friendship refreshes your soul

Während es damals, anno 1841, noch krasse Faustkämpfe auf den MC Donalds-Parkplätzen dieser Republik gab, fliegt jetzt maximale Liebe durch die Luft. Cheerleading-Deutschland liebt sich – und das immer mehr. Glücksbringer für’s Sisterteam, inbrünstige Anfeuerungsschreie für den Cheer-Bestie aus dem anderen Team und Applaus für den Vor-Dir-Platzierten. Boy, Cheerleading in Deutschland ist in 2019 mehr als sportlich, hier werden Freundschaften gemacht! Hass ist krass. Cheerleadingliebe ist krasser.

6. Next time: RM-Qualis

Ja, wir hoffen, ihr habt es nochmal ordentlich genossen, einfach so auf freiem RM-Floor zu stehen – ab nächstem Jahr werden andere Seiten aufgezogen! Falls ihr es noch nicht ganz realisiert habt, stoßen wir Euch mit dem Kopf voraus drauf: ihr habt tatsächlich erstmal die letzte, Qualilose Regionalmeisterschaft erlebt. Ab nächstem Jahr heißt es ordentlich ackern, um sich auf den jeweiligen Landesmeisterschaften die Qualifikation für die Regionalmeisterschaften zu holen. 

via GIPHY

7. Die heranwachsende Peewee-Armee

Level 0 und 1 sind gestürmt, noch nie haben wir so viele Mini-Cheerleader gesehen. 

Wir waren oftmals beeindruckt von den kleinen Menschen, die ihren Sport jetzt schon um einiges besser verstehen, als viele andere. 

Haben anerkennend mit dem Kopf genickt, wenn Trainer mit ihren kleinen Mäusen so hart an dem ersten, aufregenden Meisterschaftsmoment gearbeitet haben und die winzigen Cheerleader ihre Routine mit dem besten Zahnlückengrinsen auf den Floor brachten. Wenn diese vielen Kids so leidenschaftlich dabei bleiben, wie wir sie auf den vielen Regios gesehen haben, müssen wir uns absolut keine Sorgen über unsere Zukunft machen.

via GIPHY

8. All eyes on Senior 4

Eine Sache, die uns auf vielen Regios sehr traurig & auch ein bisschen wütend gemacht hat: Senior Level 4 – leider nicht, weil es so schön war.
Gedacht war das kleinste Level im Senior-Bereich, um späten Einsteigern einen guten Weg zu bereiten, um Sportler nicht zu überfordern oder um Teams Chancen zu geben, mit cleanen, sicheren Basics und Grundtechniken ordentlich zu glänzen.

Einige davon gab’s tatsächlich, die uns gezeigt haben, das Gänsehaut nicht immer Level 5 oder 6 braucht. Leider auch einige andere, die uns die Fäuste haben ballen lassen. Nicht etwa, weil die Sportler keine high class-Skills auf die Bretter zaubern, sondern weil sie oftmals ohne Kopf & Plan über die Matten gehetzt sind.
Ohne Verständnis von dem, was sie da grad zeigen sollen. Und, das ist das wichtigste: das ist noch nicht mal ihre Schuld! Meist müssen sich dienjenigen, die vor der Matte sitzen, den Schuh anziehen. Leute, im Ernst: wie kann man Sportler so unvorbereitet, unkonzentriert, unfertig auf den Floor lassen und sie sich selbst & unseren Sport so darstellen lassen? Aus welcher Sekunde sollen sich die Jungs & Mädels auf der Matte schöne Erinnerungen ziehen, wenn ihre Routine eine einzige Panikattacke ist?

Level 4 ist kein Wuschi-Wuschi Selbstmordkommando oder ein „Komm, wir probieren mal ob das geht“, nur weil es das niedrigste Level ist. Level 4 kann doch so schön sein. VERSTEHT ES DOCH BITTE!

via GIPHY

9. Die Standing Ovations beim Inklusionsteam in Bonn

Gänsehautmoment Nummer eins: die Standing Ovations nach der Routine vom Inklusionsteam ASV Sankt Augustin. Toll, was ihr da macht!

10. Link??

Puh, da prickelt’s bei uns auf der Gehirnrinde: Fragen auf Social Media, ganz pur, ohne Schingeling, einfach so aus der Hirnwindung rausgepurzelt. Klassiker: „Gibt Livestream?“, „wo ist Link“ oder ein keckes „bitte Link“. Ja, schmeißt es alles über Bord: Satzzeichen, Höflichkeit, Anrede, Wörter. Wer braucht den Shit halt auch, die Kernbotschaft ist ja klar.

Genau wie bei diesen Menschen, die eine Sekunde nach Ende der Meisterschaft kommentieren: „Äh Bilder????“. Dass sich Menschen, die 12 Stunden in der Halle kauern, kurz unter den Achseln frisch machen und die alten Knopfaugen-Luken für zwei, vier Stündchen zumachen wollen, bevor man sich wieder ans Werk setzt – not accepted. 

Die Anzahl der Facebook-Hooligans steigt. Bitte Leude, reißt Euch doch mal zusammen, seid geduldig oder wenigstens höflich beim Ungeduldigsein. Das treibt uns sonst noch in den Wahnsinn, sowas in den Kommentaren lesen zu müssen. In 2019 gab’s davon gefühlt viel zu viel.

11. Danke, Bonner Level 6

Spätestens im letzten Block der RM West wussten wir, warum wir diesen Sport so sehr lieben. Wie kleine Muckelmäuse in der Käsefabrik haben wir uns gefühlt – was für ein Feuerwerk auf dem Floor! Wildcats, Dolphins & CLL haben es so sehr in Bonn knallen lassen, dass uns das Adrenalin nur so durch die Pumpe geschossen ist. Chapeau, Jungs & Mädels, es war eine der größten Freuden, Euch allen zuzuschauen. 😍

12. Die Burger-Frau in Riesa

Der schönste Dialog im Restaurant.
Eine von uns: „Ich hätt gern den (Rindfleisch-)Burger. Aber gern mit Hähnchen wenn das geht.“
Sie: „Noa, wie?“
Eine von uns: „Na diesen Burger. Die 51, aber mit Hähnchen. Hier steht ja: ‚Auf Wunsch mit Hähnchen.‘“
Sie: „Noooa. Öhh. Wie? Wölln Se des Hähnschn in do Frikoadälle drin mit do Frikoadelle trummrüm?“

via GIPHY

13. Unser erster NT Merch Stand

2019, das Jahr unseres ersten Meisterschaftsshops vor Ort! Top drei Lieblingsfragen: „Wieso kann ich das Stickertütchen nicht mit 500 EUR bezahlen?“ „Äh, muss ich meinen Tunnel ganz raus nehmen oder reicht nur Pflaster?“ und „Tchuligom. Du stehst ja auch den ganzen Tag hier. Hast Du 1 Ibu oder irgendwas anderes für mich?“ Ja, wir verkaufen Sticker, Shirts & Handtücher.

14. Das Foto der Saison

Direkt von Punkt 1 hier hergescrollt, Du alter Schlingel? So viel Badass-Lifestyle muss belohnt werden: unser Lieblingsfoto von dieser Saison kommt zum krönenden Abschluss – mit Grüßen an die Alligators aus Potsdam!

1 Kommentar
  • Lizzie

    Danke für den (die?) super Recap. :-) Da kann man gleich wieder fröhlich in Erinnerungen schwelgen. Zu Punkt 11: unvergessen wird für mich immer der Moment sein, als die Teams von CLL, den Dolphins und den Wildcats bei der Siegerherung auf dem Floor standen und der ganze Telekom Dome mit einem Mal mucksmäuschenstill wurde, um bloß nicht zu verpassen, welche sportliche Meisterleistung mit welchem Platz belohnt wurde. Absolutes Gänsehaut-Feeling!! <3

    März 28, 2019

Schreibe eine Antwort an Lizzie Abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.