Oftmals erwischen wir uns dabei, wie wir ab & an vor allem den Großen hinterher himmeln: Dolphins, Rangers, Wildcats & Wildcats – dabei schreiben meist auch die kleinen Teams die schönsten Geschichten. Darauf hat uns Kai von den PSA Jags mit der Marmel voraus drauf gestoßen.

Weil er damit nicht nur absolut recht hat und Kai & seine Gang in diesem Jahr das allererste Mal das Abenteuer USASF Worlds erlebt haben, hat uns das Mannheimer Multitalent (Gründer, Coach & aktive Sportler bei den PSA Jags) unsere brennendsten Fragen zu ihrem Erlebnis Worlds beantwortet. Vorhang auf für den Worlds Recap mit den PSA Jags!

Die Hard Facts

Zückt Eure Füllfederhalter, hier kommen vorab ein paar wichtige Infos, die ihr in Schönschrift in Eure Notizbüchlein kritzeln könnt. Wird nächste Woche abgefragt, nur dass ihr Bescheid wisst. Dann stehen wir unheimlich nachts vor Eurem Bettchen und schreien: „ALTERSDURCHSCHNITT VON DEN PSA JAGS!“ – wenn dann die Antwort nicht innerhalb von 5 Sekunden kommt, ja tschau, dann erstmal 10 Reihen Bear Walks.

PSA Jags quick & dirty
Teamname: PSA Jags
Verein: DJK Mannheim Käfertal-Waldhof
Woher? Mannheim/Baden Württemberg
Im Verband organisiert? Jau, Mitglied im CCVD/CCVBaWü
Division: Senior Coed Level 5
Aktuelle Teamgröße: 20 Aktive + 4 Ersatzpersonen
Altersdurchschnitt: zwischen 18 bis 42 Jahre
Besonderheiten im Team? Niemals aufgeben, egal wie schwer es ist, familiärer Zusammenhalt, 68Family
Das Interview

Wie wir am liebsten immer und überall in den Gyms & Hallen dieser Welt rumlungern und mäusestill Teams beobachten würden. Weil das leider nicht immer geht, müssen wir manchmal auf dieses Internet zurückgreifen – thx dass es Dich gibt, Internetgott, dank Dir konnte uns Kai von den Jags unsere Fragen per Mail beantworten.

Wie für die meisten deutschen Teams gab’s auch für die Jags das Bid auf der Elite Cheerleading Championship 2018 in Bottrop. Hand auf’s Herz, weil die Cheerleading Worlds so gut wie in jedermanns kühnsten Cheer-Träumen vorkommen, packten die Mannheimer knapp 11 Monate später die Koffer und reisten mit 27 Aktiven, Betreuern & Coaches, sowie 4 Familienmitgliedern nach Orlando.
Wie lang hat die Vorab-Orga gedauert, was gab es für Hürden?

Wir waren ca ein 3/4 Jahr mit allem drum und dran beschäftigt, von den Buchungen bishin zu den Überweisungen. Es war eine Menge zu tun für unser Organisationstalent Yanina Reinhardt, die die komplette Orga in die Hand nahm und uns mit ihrem Worlds Know How ohne Schwierigkeiten und Probleme eine mega angenehme Reise und einen top Aufenthalt beschert hat.
Seit der Saison 2019 sind Yanina und Mike Reinhardt Teil von Pro Spirit Allstars und wussten, was zu tun ist, da sie mit dem Nationalteam 2015 und ihrem alten Verein Eintracht Frankfurt Coed 6 schon einige Male dabei waren. Die beiden lieferten einen spitzen Job ab und machten unseren Aufenthalt in den USA perfekt, wofür wir den beiden unendlich dankbar sind.

 

Kannst Du uns kurz was zu der Vorbereitungszeit erzählen? (sowohl finanziell & Orga, als auch im Training)

Wir bereiteten uns ganz normal wie alle anderen Teams für die Regionalmeisterschaften vor, wo wir mit dem kompletten Team an den Start gingen. Nach der Regio stellten wir die Routine direkt um, da wir Jumps und Tanz einbauen mussten. Allerdings mussten wir auch 2 Jungs ausbauen, die leider durch Ausbildung/Studium gezwungen waren, in Deutschland zu bleiben, da sie keine Freistellungen bekamen.
Lisa und Nathalie der United Emeralds aus Homburg sprangen ein und waren plötzlich aktiv mit auf der Matte und keine Betreuer mehr, wie anfangs geplant. 

Finanziell trug jeder 90% der Kosten selbst, da wir trotz viel Unterstützung durch Funk und Medien in der Region kaum Sponsoren/Spenden zusammen bekamen, was uns aber nicht daran hinderte, alles zu geben für unseren Traum. Viele hatten einen 2. Job für die Zeit, um das Geld zusammen zubekommen. Wir haben es geschafft, wir waren dort und sind glücklich darüber, das alle, bis auf die beiden Buben, dabei waren.

 

Was habt ihr Euch von den Worlds erhofft bzw. mit welchen Erwartungen & Zielen habt ihr die Reise angetreten?

Für uns war wichtig, dass wir eine schöne Routine zeigen, ohne Drops und Fehler, was uns leider nicht gelang, aber wir sind trotzdem stolz auf uns.
Wenn man sich überlegt, dass wir 2018 eigentlich die Teilnahme für die Elite zurück ziehen wollten, da wir direkt 8 Ausfälle und nur noch 14 Leute im Team hatten, mit einer Vorbereitungszeit von 2 Wochen und einem letzten Umstellen 30 min vor dem Auftritt, war für uns das tollste einfach auf den Worlds dabei zu sein. :) Daher: niemals aufgeben und immer rausgehen auf die Matte, egal was passiert.

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Auf was habt ihr Euch vor der Reise am meisten gefreut?

Die Vorfreude auf die Worlds war die schönste Freude. Als es dann los ging und die 2 Wochen wie im Fluge vergingen, hatte man noch gar nicht wirklich realisiert, was man da eigentlich gesehen und erlebt hat. Diese ganzen Eindrücke und Momente waren einfach unbeschreiblich. Es hat sich mehr als gelohnt, all die Arbeit.

 

Euer schönster Moment auf den Worlds?

Wir hatten so viele tolle Momente, daher ist es schwierig, den einen zu bestimmen. Für mich als Coach ist der schönste Moment, wenn meine Jungs und Mädels glücklich sind, das Lachen und die strahlenden Augen sind für mich das größte und all die Emotionen die in diesen tollen Augenblicken stattfanden.

Ein unfassbar toller Moment war jedoch, als wir in die Aufwärm-Halle am Orientation’s Day liefen, um dort zu trainieren und Great White Sharks genau neben uns am Trainieren waren.

 

Der uncoolste Moment auf den Worlds?

Dass wir am 1. Tag um 5 Uhr aufstehen mussten, da wir um 9 schon auf der Matte standen –  doch die Medaillen machten es wieder gut. 😂😂😂

 

Was hat Euch auf den Worlds bzw. in den USA überrascht, womit ihr nicht gerechnet oder es Euch anders vorgestellt habt?

Dass wir an Tag eins mehr Leute auf der Matte waren, als dass im Publikum Leute saßen. 😂😂 Die Hallen waren immer nur voll, wenn die Top Teams ihren Auftritt hatten. Danach war die Halle leer, was in den Videos immer so aussieht, als wäre es durchgehend voll.

 

Beschreibe Eure Worlds-Abenetuer in drei Worten:

Dreams come true.

 

3 Dinge, die man auf den Worlds/in Orlando auf gar keinen Fall verpassen sollte:

Die top Teams live sehen, Disney World und Orlando allgemein, all diese Eindrücke sind mega.

 

Gibt’s eine Worlds-Story von Euch, die man unbedingt kennen sollte?

Wir lieben es, seit den Worlds Line Dance zu tanzen. Wir hatten uns draußen auf dem Sportsfield mit Line Dance warm gemacht und die Staff vor Ort sah das und spielte ganz laut Country Music für uns und wollten direkt mitmachen. :))
Auch wie viele Tränen flossen, als wir Top Gun Large Coed live auf der Matte sahen 😂😂😂

 

Das würdest Du Teams/Vereinen raten, die noch nie auf den Worlds waren, aber ihren Traum erfüllen wollen:

Niemals aufgeben, für seinen Traum kämpfen und über seine Grenzen gehen im Training.

Danke für Deine Zeit, lieber Kai – wir freuen uns auf Euer nächstes Mal auf dem Floor! 

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