Ok, wir geben es zu: in den letzten Tagen und Wochen war es doch irgendwie turbulenter & aufregender bei uns, sodass wir für ganz viele Sachen entweder keine Zeit, oder keine Energie mehr gefunden haben. Die aufregendsten zwei Wochen mit Team Germany in Orlando liegen längst hinter uns, danach war zurückkommen, Eindrücke verarbeiten, mit der ECC 2018 ins nächste Abenteuer schlittern angesagt.

Und während wir so auf der Elite 2018 sitzen, einen Großteil der schönsten Teams der Szene beäugen und uns regelmäßig die Kinnlade runterfällt wie Paige Ginn das Popcorn, denken wir uns mehr als zwei, drei Mal: „Alter, sie haben es schon wieder getan!“.

8 von 11 deutschen Elite Cheerleading Worlds Bid-Gewinnern kommen aus NRW

Dass NRW die Hochburg im deutschen Cheerleading ist, ist schon lang kein Geheimnis mehr. Neben Royal Flush und den Dolphins haben sich auch die CLL Rangers & die Wildcats mit Youth & Junior Wildcats das nächste Ticket ins schöne Orlando in die Tasche gesteckt.

Aber halt stop: für die Wildcats ist damit theoretisch noch nicht Schluss! Leverkusen schickte in diesem Jahr das erste Peewee-Team zu den Summits, die nur ein Wochenende nach den Worlds stattfinden – die Quali für die Summits 2019 haben sich die Little Wildcats auch dieses Mal eingeheimst.

Nerdalarm: was ist eigentlich The Summit?
The Summit Championship von Varsity All Star ist quasi das Gegenstück der niedrigeren Level zu den USASF Worlds. Nur ein Wochenende später findet die Meisterschaft ebenso im ESPN statt.

Während man auf den USASF Worlds ausschließlich die Level 5 & 6 sieht, gibt es auf der Summit die Level 1 bis 4 zu sehen im Junior- & Seniorbereich zu sehen.

Unter die Alterskategorie der Juniors fallen dabei 5 bis 14 Jahre, bei den Seniors ist man mit 10 bis 18 untergebracht.

Nach der gelungenen Peewee-Amerika-Generalprobe schreit es fast nach Wiederholung, immerhin gabs den 6. Platz für das Summit-Team Wildcats J1.

 

Coaches Marion & Svenja im Interview

Schon vor den diesjährigen USASF Worlds & The Summit sind wir in der Wildcats Gym vorbeigeschlendert, um mit Coaches Svenja & Marion über die Besonderheiten der Worlds & Summit zu schnacken.
Be ready for a Flashback!

 

Wie lief in diesem Jahr eigentlich die Auswahl für die beiden Teams, gab’s ein extra Try Out?

Wir haben jedes Jahr (sofern es eine Quali gibt) Worlds-Team Try Outs und hatten dieses Jahr erstmals auch ein Summit-Team Try Out.
Wir haben im Vorhinein Skills und organisatorische Vorgaben angegeben und wenn man diese Sachen erfüllt und einhalten kann, konnte man sich sowohl für das Worlds-, als auch für das Summit-Team bewerben.

Wir haben bei der Auswahl, neben den Skills und den anderen Anforderungen, auch sehr viel Wert auf soziales Verhalten, Verlässlichkeit und Verantwortungsbewusstsein gelegt, da man sich bei dieser Art von Reise auf Jeden verlassen muss.
Zu den geforderten Skills, welches jedes Kind beim Try Out perfekt beherrschen musste, wurden zum Beispiel nur Kinder ins Summit Team aufgenommen, die bereit sind, jedes Training anwesend zu sein und den doppelten Bogengang sowie einen Schrittüberschlag beherrschen.

 

Wie war die Vorbereitung insgesamt?

Für die Worlds und erstmalig auch für die Summits recht kurz und knackig, aber dafür intensiv. Da wir für beide Meistrschaften jeweils aus 4 Teams 1 gebildet haben, haben wir viel Zeit dafür genutzt, dass sich das Team findet und als Eins zusammenwächst. Mit nur ein Mal die Woche Training, muss jede Einheit so effektiv genutzt werden wie es nur geht und ein Fehlen im Training war undenkbar.

 

Was war Eure größte Herausforderung hinsichtlich der Worlds?

Mache aus 4 Teams (Junior und Youth Wildcats, Wildcats Xceed & Xplosion) 1 :-). In kurzer Zeit (einmal Training die Woche seit der RM West) aus Juniors und Seniors ein richtig funktionierendes und leistungsstarkes Team zu bilden.
Dazu kommt, den Spaß an der Sache nicht zu verlieren und trotzdem diszipliniert und hart zu arbeiten.

Die Worlds sehen wir immer als eine Art Projekt. Die Aktiven, die sich für dieses Team entschieden haben, müssen mit dem bestandenen TryOut, neben ihrem normalen Teamtraining zusätzlich für die Worlds trainieren und das normale Training darf durch diese Doppelbelastung nicht leiden oder zu kurz kommen. Hier kommen viele Sportler an ihre Grenzen. Aber durch die Freude und der Erkenntnis, welche Erfahrungen man auf den Worlds macht, ist auch das zu meistern.

 

Und bei den Summit?

Für das erste Mal Summits war die Orga, das TryOut & das andere Regelwerk eine Herausforderung.
Es ist für uns das erste Mal Summits in der Geschichte der Wildcats. Dass die Kinder (7-14 Jahre) sich ein weiteres Programm neben ihrem eigentlichen Meisterschaftsprogram merken und perfekt abrufen können. Auch hier aus 5 Teams (Tiny, Little, Youth, Junior Wildcats und Sassy Cats) 1 zu bilden, welches perfekt harmoniert und funktioniert. Eltern dabei zu haben, die ihre Kinder so unterstützen, dass sie selber mitreisen und die Kids rund um die Uhr betreuen.

 

Worauf habt Ihr Euch bei den Summit eigentlich am meisten gefreut?

[Marion:] Es war schon immer ein Traum von mir mit einem Team, bestehend aus den besten Kinder- und Jugendlichen der Wildcats-Teams, an den Summits teilnehmen zu dürfen, um einen Eindruck zu bekommen, wie wir von einer internationalen Jury gesehen werden.

 

Wie habt Ihr die Reise gestemmt und es vor allem geschafft, das Summit-Team (zum Beispiel mit Kiddies, die vielleicht noch nie geflogen oder soweit gereist sind) & das Worlds-Team vor Ort unter einen Hut zu kriegen?

Das Worlds Team ist eine Woche vor dem Summit Team vor Ort gewesen, sodass sich die Teams nicht überschnitten haben. Das Summit Team kam die Woche nach den Worlds mit den Eltern und Betreuern nach, sodass wir uns während der Summit Zeit ausschließlich auf die Kids konzentrieren konnten. Vorraussetzung an der Teilnahme beim Summitprojekt war es, dass die Kinder mit mind. 1 Elternteil fliegen, welches die volle Verantwortung für sein Kind übernimmt.

Vor Ort standen wir Trainer dann im engen Kontakt mit den Eltern. Die Kids bekamen dann Zeiten für Training, Meisterschaften etc. von den Trainern. Da wir aber alle im gleichen Resort geschlafen haben, sind wir immer nah beieinander gewesen. Das Worlds-Team war durch einen tollen Betreuer- und Trainerstab auch sehr gut beaufsichtigt.

Übrigens:

Alle Wildcatsliebhaber haben bald die Chance, selbst dazuzugehören. Mitte Juni findet in der Wildcats Gym das nächste Tryout statt.

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